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Sonntag, 5. Februar 2017

[Rezension] Weil es nicht sein darf

Coverbild Weil es nicht sein darf von Conny Amreich, ISBN-978-3-423-74005-0

Autorin: Conny Amreich


Verlag: dtv


Taschenbuch


300 Seiten


Preis: 12,95 €


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Klappentext:

Wien im April 1914: Um Rache am Tod seiner Mutter zu üben, nimmt der 16-jährige Oskar Heller eine Stelle als Stallbursche bei der Adelsfamilie von Grayn an. Und das Undenkbare geschieht: Ausgerechnet der freiheitlich gesonnene Oskar, der die Aristokratie mit ihrem Snobismus und für ihn unbegründeten Herrschaftsanspruch hasst, verliebt sich in Alexandra, die Tochter des Hauses – und umgekehrt. Doch beide wissen, dass ihre Liebe keine Chance hat. Dann aber bricht der Krieg aus und alle Karten werden neu gemischt . . .


Meine Meinung:

Zu Beginn hatte ich so meine Probleme mit dem Schreibstil und der Sprache, doch nach den ersten paar Kapiteln hatte ich mich daran gewöhnt. Ehrlich gesagt gefiel mir das dann richtig gut, denn Beides passte eigentlich sehr gut zu der Zeit und hat das Feeling selbst dabei zu sein verstärkt.

Da das Buch während des 1. Weltkrieges spielt, habe ich nochmal einige Sachen dazu gelernt, die ich irgendwann schon mal im Geschichtsunterricht gehört hatte, doch die ich schon längst wieder vergessen hatte. Ich kann mir jetzt die Geschehnisse des Krieges bzw. wie das Leben der Menschen zu dieser Zeit aussah, auch noch viel bildlicher vorstellen. Alles in allem hat die Geschichte irgendwo mein Interesse für den 1. Weltkrieg wieder geweckt.

Die Protagonistin Alexandra war mir zunächst ziemlich unsympathisch, doch dann ist mir klar geworden, dass diese Art, die mich an ihr gestört hat, anerzogen und in dieser Zeit völlig üblich war, schließlich kennt sie nichts anderes. Sie wurde von Geburt an verwöhnt und wie jemand besonderes behandelt und ist deshalb so arrogant, aber im Inneren hat sie eigentlich einen total lieben und ehrlichen Kern.
Oskar dagegen ist seiner Zeit schon so weit voraus, mutig und zielbewusst. Im Grunde sind die Beiden eigentlich total verschieden, doch als Oskar in Alexandras Leben tritt, verändert sich diese nach und nach. Denn sie kommt richtig aus sich raus und beweist, dass sie auch mutig sein kann.

Die Geschichte ist so voller Gefühle, dass ich richtig mitfühlen konnte. Mal habe ich mich mitgefreut und dann habe ich wieder mit gelitten. 

Cover:

Mir persönlich gefällt das Cover mit der lila schimmernden Silhouette des Mädchens richtig gut. Auch wenn es sehr schlicht ist, verrät das Kleid schon, dass das Buch nicht in unser heutigen Zeit spielt. 

Fazit:

Eine Geschichte, die einen in eine andere Zeit und auch ein anderes Leben entführt. Die Liebesgeschichte ist dabei gar nicht mal das Interessanteste, sondern die Geschehnisse die der Krieg mit sich bringt, haben noch mehr mein Interesse geweckt. Insgesamt war die Mischung aus Liebesgeschichte und Kriegsgeschehen einfach perfekt.

Kommentare:

  1. Huhu :)

    Schön hast du es hier. :)
    Ich bin durch die Teilnehmerliste der Carlsen-Challenge auf deinen Blog gestoßen & bleibe direkt als neue Leserin hier. :)

    Viel Spaß und Erfolg weiterhin.
    Alles Liebe,
    Nicki

    http://nickisbuecherwelt.blogspot.de

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  2. Hallo Paula,
    ich muss sagen, dass mir deine Beschreibung von der Protagonistin auch erst etwas negativ aufgestoßen ist. Eine arrogante Persönlichkeit ist jetzt nichts, mit dem ich über die Dauer gerne unterwegs sein wollte. Dass sich aber bald schon der weiche Kern von Alexandra herausstellt, hat es wiederum sehr interessant gemacht.

    Auch das Setting rund um den 1. Weltkrieg stelle ich mir als sehr spannend vor. Zwar tauche ich nicht gerne in Kriegsgeschichten ab, dennoch hat mich deine Rezension hier sehr neugierig werden lassen.

    Eine sehr gelungene Rezension, die neugierig auf das Buch macht!

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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